Fruhen: „Frau Gorißen spielt das Unschuldslamm“

Hans Gerd Fruhen

Auf die jüngsten, in der Presse zitierten, Äußerungen der CDU-Fraktionschefin Silke Gorisen reagiert die SPD Bedburg-Hau. Die CDU-Politikerin hatte in einer Stellungsnahme die Sparbemühungen und die Verantwortungsbereitschaft der anderen Fraktionen infrage gestellt und Rückkehr zur Sachlichkeit angemahnt. „Die CDU hat jahrzehntelang mit absoluter Mehrheit in Bedburg-Hau regiert und Sparwillen vermissen lassen. Am Ernst der Haushaltslage hat die CDU somit entscheidenden Anteil. Erst nach der Kommunalwahl letzten Jahres, dank der neuen Mehrheitsverhältnisse, kommt endlich Bewegung in die Sache. Die Mehrheit der Sparvorschläge kommen von SPD und FDP. Die SPD zeigt damit nachdrücklich den Willen jetzt die nötige Verantwortung zu übernehmen“ erklärt der Fraktionsvorsitzende der Bedburg-Hauer SPD, Hans Gerd Fruhen.

Zur Begründung von CDU und FDP, eine von der SPD geforderten Verkleinerung des Rates würde dem jetzigen Haushalt nichts bringen, entgegnet die SPD, dass man schon in der letzten Ratsperiode den gleichen Antrag gestellt habe. „Wäre damals zugestimmt worden wären die Einsparungen heute wirksam. Wenn immer wieder mit der Argumentation verschoben wird, es bringe dem aktuellen Haushalt nichts, wird nie was passieren“ führt der SPD-Fraktionsvorsitzende aus.

Die Forderung nach mehr Sachlichkeit läge auch im Interesse der SPD, es verwundere jedoch das ausgerechnet Frau Gorißen dies fordere, so die SPD Bedburg-Hau. „Es war doch Frau Gorißen die in der letzten Hauptausschusssitzung das SPD-Fraktionsmitglied Wilhelm van Beek herabsetzend angegangen hatte“ so Fruhen. Der SPD-Politiker van Beek hatte in der Ausschusssitzung den SPD-Antrag auf Würdigung und Förderung des Ehrenamtes gegen die CDU-Kritik verteidigt und äußerte , dass die CDU den Antrag wohl nur deshalb ablehne, da dieser von der SPD gestellt sei. Das provozierte die CDU-Chefin so, dass sie van Beek daraufhin auf persönlicher Ebene attackierte. „Auf eine normale politische Auseinandersetzung so persönlich zu reagieren ist kein guter Stil. Sie spiele das Unschuldslamm und fordere öffentlich mehr Sachlichkeit, habe diese selbst jedoch vermissen lassen.“ sagt Fruhen verärgert, „Wir wollen das Ganze aber nicht weiter dramatisieren und hoffen, dass es von Frau Gorißen nur ein Fehltritt im Eifer des Gefechtes war. Wenn jetzt auch vonseiten der CDU wieder mehr Sachlichkeit einkehrt, begrüßen wir dies sehr“ äußert Hans Gerd Fruhen.

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